Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Gegen die Instrumentalisierung der Japanologie!

15.02.2018:

Als Fachschaftsrat der Philosophischen Fakultät I und Institutsgruppe der Japanologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sind wir ermpört über die Versuche der faschistischen "Identitären Bewegung", den Kampf gegen die leider bevorstehende Schließung des Bachelors zu instrumentalisieren. So behaupten sie in ihrer Einladung zum "Staatspolitischen Salon", dass sie gerne über die Kürzungen im Fachbereich sprechen würden und dazu Studierende der Japanologie gewonnen hätten. Wir weisen an der Stelle daraufhin, dass die Japanologie an der Uni Halle nicht mit der IB sympathisiert oder ihre rassistischen Veranstaltungen aufwerten wollen würde. Wir rufen darüber hinaus alle Kommiliton*innen dazu auf, nicht zu dieser Veranstaltung zu gehen. Dazu haben wir folgende Gründe:

1.) Selbst wenn das Etikett "Hochschulpolitik" drauf steht, geht es immer um Rassismus. So beschäftigen sich die "Identitären" dieses mal mit Japan und auch mit dem Fach, weil sie darin die Verwirklichung ihrer Träume von einem "ethnisch" reinen Deutschland sehen. Ihre Beschäftigung mit Japan ist nicht wissenschaftlich und ihr angeblicher Einsatz für das Fach ist nicht aufrichtig. Sie projizieren lieber ihre nationalistischen Wünsche und Verschwörungstheorien in den Gegenstand, anstatt sich ernsthaft damit zu beschäftigen.

2.) Der "Staatspolitische Salon" ist keine Diskussionsveranstaltung, sondern ein rechtsextremes Treffen der IB. Es geht dabei nicht um Wissen, sondern darum, dass die vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppe militanter Neonazis ihre Präsenz am Steintor-Campus ausbauen kann. Wer dort teilnimmt, unterstützt sie in ihrem Wahn, an der Uni einen "Kulturkampf von Rechts" anfangen zu können.

3.) Die Teilnehmer*innen des "Staatspolitischen Salons" sind nicht dialogfähig. Es ist kein Zufall, dass die Mitglieder der IB immer wieder durch Gewalt auffallen und Andersdenkenden attackieren. Wer mit solchen Leuten diskutiert, trägt aber zu ihrem Nimbus bei, es handele sich dabei gar nicht um "normale Nazis".

Aus diesen Gründen möchten wir Euch darum bitten, Eure Kommiliton*innen aus der Japanologie, aber auch aus anderen Fachbereichen zu warnen und sich vielmehr den Gegenprotesten anzuschließen, die ab 18 Uhr in der Adam-Kuckhoff-Straße stattfinden werden.

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