Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

FSR-Logo weißer Hintergrund

Weiteres

Login für Redakteure

Schluss mit der Gefährdung der Japanologie!

Bereits in der Vergangenheit haben wir euch über die Probleme in der Japanologie auf dem Laufenden gehalten. Gegenüber unseren geäußerten Befürchtungen, die Aussetzung der Immatrikulationen im Wintersemester 2017/18 könnte nur der Auftakt einer Schließung des Fachbereiches sein, behaupteten Rektorat und Dekanat allerdings immer wieder, dass die Lage unter Kontrolle und der Bestand der Japanologie sicher sei. Jede Kritik der Betroffenen und auch unsere simple Feststellung, dass die einzige Garantie für das Weiterbestehen eines Fachs in Zeiten struktureller Unterfinanzierung die Einschreibung von neuen Studierenden ist, wurde dementsprechend abgewiesen.

Nun hätten die Verhandlung zur Neuaufstellung des Faches fast abgeschlossen sein sollen – allerdings fühlen vor allem wir uns bestätigt. Denn anstatt neuer Lösungen gibt es seit der Aussetzung vor allem Vorwürfe: Der verbliebene Japanologie-Professor sei nicht kooperativ, unhöflich oder nicht geeignet und weil die Stimmung schlecht ist, sehen sich scheinbar weder Fakultäts- noch Unileitung in der Lage dazu ihre Verhandlungsbasis offen zu legen. Weder der Hochschulöffentlichkeit, noch den Senator*Innen, noch der Fachvertretung wird deutlich, ob die Uni überhaupt genug Stellen für eine neu aufgestellte Japanologie zur Verfügung stellen wird. Neben der Informationspolitik gegenüber der Öffentlichkeit, ist besonders die Kommunikation mit den Studierenden zu kritisieren. Anstatt einer offenen Debatte in Fach und Fakultät hören die Studierenden vor allem, dass man ja noch am Verhandeln sei und irgendwann schon etwas dabei rauskäme. Es geht also nicht "nur" um das Fach, sondern auch um die demokratischen Rechte der Studierendenschaft. Denn die Kommunikationsverweigerung macht die Auskunft gegenüber den studentischen Vertretungen notwendig.

Die generelle Weigerung sorgt dafür, dass sich die Verantwortlichen als gutwillige Retter*Innen des Faches, die alles versucht haben und nur gescheitert sind, inszenieren können, obwohl sie im Moment einem Neustart im Wege stehen und jeden Protest dagegen erschweren. Wir fordern das Rektorat und das Dekanat deshalb dazu auf, endlich hochschulöffentlich zu sagen, wie viele Mittel der Japanologie zur Verfügung gestellt werden und wollen außerdem eine Begründung hören, wieso diese Summe ausreiche. Solange diese grundlegende Kommunikation nicht erfüllt ist, können wir nicht davon ausgehen, dass die Uni Halle irgendein Interesse an der Rettung des Faches hat oder jemals hatte.

Zum Seitenanfang